Liebe Hirschberger,

es gibt Neuigkeiten zum Stand der Friedhofsmauer:

Stand: 16.10.2020

Der zweite Entwurf für die Sanierung der Friedhofsmauer wurde von der ADD Trier genehmigt und somit werden wir für den neuen Entwurf auch auf die Fördermittel des Landes zurückgreifen können.

Wir freuen uns, dass die Umwidmung so kurzfristig noch möglich war und freuen uns ebenfalls über die Fristverlängerung, die uns eingeräumt wurde, sodass die Bauarbeiten erst zum 31.03. begonnen haben müssen. Das verschafft uns etwas Zeit, um entsprechende Angebote ohne Zeitdruck einzuholen.

 

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Stand: 15.09.2020

Liebe Hirschberger,

wir müssen uns in diesem Jahr vieler Großprojekte annehmen, darunter auch die Nordseite der Friedhofsmauer (zur Bergstraße hin). Wir möchten euch gerne kurz über den aktuellen Stand informieren. Auf der Sitzung am 21.09. wird der Gemeinderat über die Annahme des Angebotes zur Sanierung beschließen.

Warum dieses Jahr?
Es wurde vor einigen Jahren ein Angebot eines Ingenieurbüros für die Sanierung der Friedhofsmauer erstellt und dieses Angebot wurde im Investitionsstock eingereicht. Der Investitionsstock fördert aus Landesmitteln notwendige Arbeiten in den Gemeinden. Nun wurde unser Förderwunsch in diesem Jahr berücksichtigt, was bedeutet, dass wir bis Ende des Jahres so weit sein müssen, dass der Auftrag für die Sanierung vergeben wurde.

Die Mauer würde mit 40,8% gefördert, egal wie hoch die Kosten sind, die letztendlich entstehen. Wenn die Mauer also 200.000 Euro kostet, wird sie mit etwa 80.000 Euro gefördert. Wenn die Mauer 100.000 Euro kostet, wird sie mit etwa 40.000 Euro gefördert.

Was ist das Problem mit der Friedhofsmauer?
Wenn man sich die Mauer von der Innenseite, also auf dem Friedhof stehend, anschaut, sieht man, dass aus den meisten Fugen der Putz herausgebrökelt ist. Dazu hat die Mauer einige Beulen, die sich Richtung Friedhof neigen.
Es gibt zwei Probleme, die durch die Bergstraße obendrüber entstehen.

1. Die Bergstraße hat ja einen ganz ordentlichen Höhenunterschied zum Friedhof und somit liegt ein Großteil der Mauer auf Bergstraßenseite unter der Erde. Hier hat die Mauer keinerlei Schutz und Feuchtigkeit dringt ungehindert ein. Die Mörtelmasse in den Fugen saugt sich voll, im Winter friert es und das Wasser sprengt quasi den Mörtel aus den Fugen. Danach sammeln sich Samen dort an und wie man gut sehen kann, wachsen dann Bäumchen, Sträucher und andere Pflanzen aus der Mauer heraus. Das widerum fördert natürlich die Stabilität der Mauer nicht.

2. Die Fahrbahn der Bergstraße zieht sich mit Fahrbahnerweiterung bis an die Friedhofsmauer heran. Dort gibt es keinen normalen Bürgersteig, es ist die komplette Breite befahrbar. Und hier kommt Problem Nummer 2: Der Druck durch die Fahrbahn. Man sieht von der Bergstraße aus wie sich die ganze Friedhofsmauer nach innen gedrückt hat. Teilweise wurde der Spalt schon einmal ausgebessert, aber an manchen Stellen sieht man mehrere Zentimeter, die zwischen Mauer und "Bürgersteig" fehlen.

Was war der ursprüngliche Plan?
Ursprünglich war angedacht die Nordseite komplett abzureißen, mit Winkelsteinen wieder aufzubauen und zu verblenden, damit die Mauer sich dem Rest der Bruchsteinmauer anpasst.
Das Unterfangen war mit knapp 200.000 Euro veranschlagt und wurde auch so im Investitionsstock eingereicht.

Was ist der neue Plan?
Nun wurde den Gemeinderatsmitgliedern mehrfach von verschiedenen Seiten versichert, dass die Mauer nicht zwangsweise abgerissen werden muss, weil eine 60 cm starke Bruchsteinmauer mit ein bisschen zusätzlichem Schutz und Pflege noch die nächsten Jahrzehnte und darüber hinaus standfest bleiben kann. Also haben wir uns noch einmal mit dem Architekten in Verbindung gesetzt, der das ursprüngliche Angebot erstellt hat und haben ihn gefragt welche Möglichkeiten wir noch haben. Es ging zum einen darum die Mauer zu erhalten und zum anderen ging es um die Frage, ob wir das ganze Projekt nicht etwas günstiger hinbekommen. Es ist ja nicht das einzige Projekt was in naher Zukunft sehr viel Geld kosten wird und was Hirschberg sich eigentlich nicht leisten kann.

Und siehe da, wir haben eine Lösung gefunden und zwar soll es folgendermaßen aussehen:
Die alte Mauer bleibt stehen, wird aber durch ein Verfahren, was sich "Trockenspritzverfahren" nennt, saniert. Bei diesem Verfahren werden die Fugen ausgekratzt, es wird ein spezieller Mörtel eingebracht und die Fugen mit Druck befüllt. Am Ende wird die Mauer mit Nussschalen (klingt merkwürdig, ist aber so...) "gesandstrahlt". Durch das ausbessern der Fugen bekommt die Mauer wieder Stabilität und es können sich auch keine Pflanzen mehr in der Mauer ausbreiten, die weiteren Schaden verursachen.
Die Mauer bekommt außerdem eine neue Abdeckung obendrauf, da die jetzige teilweise gebrochen ist und das Wasser von oben nicht mehr zuverlässig von der Mauer ableitet.

Dann wird die Bergstraße auf der vollen Länge der Mauer geöffnet und der Untergrund wird bis zum Fuß der Mauer abgetragen. Die Mauer bekommt von hinten eine Schutzschicht, die das Wasser abhält und eine Drainage, um das anfallende Wasser abzuleiten. So stellen wir sicher, dass die neuen Fugen nicht im nächsten Winter direkt wieder platzen.

Dann wird der Bereich hinter der Mauer wieder verfüllt, aber statt dass wir oben die Fahrbahnerweiterung wieder aufbauen, nehmen wir den Druck von der Mauer, indem wir das befahren und "beparken" unmöglich machen. Hier soll ein Pflanzbeet, sehr wahrscheinlich sogar ein Steinbeet, angelegt werden, damit gar nicht mehr die Möglichkeit besteht dort zu fahren und zu parken. Wie genau dieses Beet letztendlich aussehen wird ist noch nicht entschieden und wird zu entsprechender Zeit diskutiert.

Kosten: Wir befinden uns hier inklusive aller Arbeiten bei etwa der Hälfte der ursprünglich eingereichten Kosten.

Am Ende des Textes findet ihr eine Grafik, die darstellt wie das ganze dann im Queerschnitt aussehen wird.

Wie geht es weiter?
Zunächst muss der Gemeinderat beschließen das Angebot anzunehmen. Wir haben auf der letzten Sitzung schon darüber diskutiert und auch die anwesenden Bewohner der Bergstraße befragt, ob von ihrer Seite aus Einwände bestehen. Auf der nächsten Sitzung wird der Gemeinderat den Beschluss für die Annahme des Angebotes fassen.

Danach wird der neue Plan zunächst wieder an den Investitionsstock gegeben, da man dort das ursprüngliche Projekt fördern wollte und nun erst einmal sichergestellt werden muss, dass dieses Angebot auch legitim ist und den Förderkriterien entspricht. Sobald die Rückmeldung von dort gegeben wird, dass wir die Förderung bekommen, können wir mit der Ausschreibung für die Leistungen loslegen. Und für den Fall, dass man uns die Gelder im Investitionsstock nicht umwidmen lässt? Dann muss man sagen, dass wir trotzdem noch besser wegkommen als bei dem ursprünglichen Plan. Hier wären etwa 120.000 Euro für die Gemeinde zur Finanzierung geblieben. Selbst wenn wir das zweite Angebot alleine stemmen müssen, sind wir einiges unter dem früheren Betrag.

Wir hoffen, dass die Planänderung in eurem Interesse ist und auch wenn sich alles noch ein bisschen ziehen wird, gehen wir es so schnell wie möglich an. Auch in Anbetracht der Tatsache, dass sicherlich das ein oder andere Gefährt zum Neubaugebiet über die Bergstraße fahren wird (auch wenn das nicht die offizielle Zufahrt wird), bemühen wir uns die Mauer vor Erschließungsbeginn zu schützen.

 

Hier nun noch das versprochene Bild:

 

 

 

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