Kartoffelfest (15.09.2018)

Liebe Hirschberger,

dieses Jahr wird es Mitte September (Kirmeswochenende: 15.09.) ein ganz besonderes Fest in Hirschberg geben: das Kartoffelfest! Ihr seid alle herzlich eingeladen an diesem Tag mit Euren Kindern, Freunden, Famlien und auch Haustieren herauszufinden, wie Kartoffeln angebaut, geerntet und verarbeitet werden. Selbstverständlich wird es auch verschiedene Kartoffelgerichte aus den selbst angebauten Kartoffeln geben, die Ihr Euch schmecken lassen könnt.

Wir möchten Euch hier die Idee hinter dem Fest gerne vorstellen und schon die ersten Eindrücke des Anbaus veröffentlichen, damit ihr die Idee der beiden Organisatoren (Andreas Ring und Patrick Loos) mitverfolgen könnt.

 

Die Idee

Bis vor wenigen Jahren, als Kartoffeln noch von Hand angebaut wurden und das ganze Dorf bei der Ernte aushelfen musste, wusste jedes Kind, wie Kartoffeln aussehen, wie sie wachsen, wann man sie erntet und was man aus ihnen machen kann. Die Kartoffelernte war Angelegenheit des Dorfes und jeder, der mithelfen konnte, war dabei. Heute gibt es für alles Maschinen und die Kartoffeln kommen in handlich verpackten Einheiten nach Größe sortiert aus dem Supermarkt. Wer weiß heute schon noch, wieviel Arbeit im Anbau, in der Pflege und auch in der Ernte von Kartoffeln steckt?

Und damit war die Idee des Kartoffelfestes geboren: Kindern (und natürlich auch euch interessierten Erwachsenen) zu zeigen oder auch in Erinnerung zu rufen, wie das alles war.

 

Der Plan

Patrick und Andi beschlossen 200 kg Kartoffeln zu setzen, was einen Ertrag von 3-4 Tonnen Kartoffeln geben wird - je nachdem wie der Sommer wird vielleicht auch weniger oder auch mehr. Die Kartoffeln sollten im Frühjahr oberhalb Hirschbergs gesetzt und die Arbeit und das Wachsen der Kartoffeln über den Sommer kontinuierlich dokumentiert werden. Neben den Kartoffeln haben die beiden auch Zwiebeln angepflanzt und ein Stückchen Feld für Sommer- und Sonnenblumen vorbehalten.

Anfang September soll der Großteil der Kartoffeln geerntet, sortiert und schon in Säcke verpackt werden. Einige Kartoffeln werden genutzt, um für das Kartoffelfest das Essen vorzubereiten. Der Anteil der Kartoffeln, die bis zum Kartoffelfest im Boden verbleiben, ist für die Kinder zum Ausgraben gedacht, damit sie mal selber Hand anlegen können.

Da mehrere Tonnen Kartoffeln wirklich viel sind, bieten Patrick und Andi die abgepackten Kartoffeln auf dem Kartoffelfest und sicherlich auch noch danach zum Kauf an. So können wir alle in den Genuss von echten Hirschberger Kartoffeln kommen! Denkt also dran vor dem Kartoffelfest nicht schon den Wintervorrat anzulegen, damit die Beiden ihre mühe- und liebevoll angebauten Kartoffeln auch loswerden.

 

Die Kosten und das liebe Geld

Ein weiterer Punkt an der ganzen Idee ist definitiv erwähnenswert: Andi und Patrick veranstalten den Anbau und das Fest zwar hauptsächlich, um den Vorgang zeigen zu können, aber einen weiteren Gedanken hegen die beiden dabei auch noch. Sie versuchen möglichst viel Geld durch Spenden, Essens- und Kartoffelverkauf zu erwirtschaften, um es danach zum einen dem Kinderhospiz Bärenherz als auch der Gemeinde Hirschberg für die Kinderspielplätze zur Verfügung stellen zu können.

Sie werden für sich nur das Geld zurückbehalten, was sie für die Kartoffeln ausgegeben haben und was sie für die Kartoffeln im nächsten Jahr brauchen werden. Wenn das mal nicht ein Grund ist tief in die eigenen Taschen zu greifen und einen Kartoffelvorrat anzulegen, wenn es so weit ist!

 

Die Umsetzung

Und nun endlich zum ersten Teil der Umsetzung! Am 21.04.2018 wurden die Kartoffeln ausgebracht. Dazu wurde ein seit 20 Jahren nicht mehr genutzter Traktor-Anhänger wieder ausgepackt, der die Kartoffeln über eine Spirale einzeln erst nach oben befördert und dann in die Erde fallen lässt. Aber fangen wir mal vorne an:

(zum Vergrößern einfach auf die Bilder klicken...)

Natürlich steht der Traktor nie da, wo man ihn braucht! Also müssen die Frühkartoffeln erst mal zum Traktor gebracht werden und die Säcke in den Anhänger entleert werden. Hier sehr ihr Klaus Meckel und Andreas Ring bei der Arbeit:

 

  Links der seit langem nicht mehr genutzte Traktor-Anhänger, der extra für die Kartoffel-Aussaat reaktiviert wurde und rechts verrät ein Blick in den Auffangbehälter für die Kartoffeln, wohin die Säcke entleert wurden.   Und hier seht ihr ein Bild der Spirale, die ihr unten in Aktion sehen könnt:

 

Und weil es halt doch zu einfach wäre, wenn die Technik alles alleine könnte, fahren Klaus und Andi auf dem Anhänger mit und helfen dort, wo es hängt oder Kartoffeln in der Spirale fehlen von Hand aus.

Rechts seht ihr, wie die Erde zu geraden Bahnen aufgeschüttet ist (da kann aber jemand schöne Geraden mit dem Traktor fahren!), unter denen sich die Kartoffeln befinden.

 

Und damit ist der erste Schritt gemacht! Am Tag darauf wurden noch die Zwiebeln, Rommelbutz und weitere Köstlichkeiten in die Erde gebracht und nun dürfen die Pflanzen erst mal wachsen und hoffentlich gedeihen. Wir hoffen, dass euch der Einblick gefallen hat und werden euch weiterhin auf dem Laufenden halten. Und natürlich hoffen wir euch alle im September zum Ausgraben und Feiern begrüßen zu dürfen!

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